Ein von der University of Central Florida geleitetes Team hat Pegelaufzeichnungen und Hochwassermeldungen aus den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich ausgewertet. Es stellte fest, dass Überschwemmungen an vielen Orten, an denen die Gezeiten die Wasserstände stark prägen, häufig zu bestimmten Tageszeiten gehäuft auftreten.
In Boston traten die erfassten Überschwemmungen tendenziell um die Mittagszeit und um Mitternacht gehäuft auf, in Südkalifornien dagegen eher am Morgen. Der Zeitpunkt unterscheidet sich je nach Küste und ist weniger regelmäßig, wo andere Kräfte eine größere Rolle spielen.
Die Forschenden erklärten, die Muster könnten helfen, Hochwasserwarnungen, die Notfallplanung und den Betrieb von Infrastruktur zu verbessern. Dabei handelt es sich um mögliche Anwendungen der Erkenntnis, nicht um ein Vorhersagesystem, das nach Angaben des Teams bereits im Einsatz ist.
Die Studie erschien in Nature Communications. Ihre Ergebnisse liefern einen Hinweis für die Planung, bedeuten aber nicht, dass sich jede Küstenüberschwemmung nach der Uhrzeit vorhersagen lässt.


