Forschende der UC Berkeley und von Partnerinstitutionen berichteten über ein Lipid-Nanopartikel, das seine elektrische Ladung je nach Umgebung ändert. Ziel ist es, mRNA zu transportieren und dabei weniger Entzündungen auszulösen.

Unter sauren Bedingungen blieben die Partikel positiv geladen, was dabei hilft, mRNA zu verpacken und in Zellen freizusetzen. Im nahezu neutralen Blut wechselten sie zu einer negativen Ladung, was nach Angaben der Forschenden Entzündungsreaktionen verringern könnte.

In frühen Tests zeigten die Partikel vielversprechende Ergebnisse bei Mäusen mit akuter Lungenschädigung. Zudem lösten sie bei den getesteten menschlichen Blutzellen keine Entzündung aus, anders als sechs häufig verwendete Partikeltypen, mit denen sie verglichen wurden.

Dies ist noch frühe Forschung und keine Behandlung, die für Patientinnen und Patienten bereitsteht. Die erste Version erreicht hauptsächlich Leber und Milz, und das Team arbeitet nach eigenen Angaben daran, den Abbau der Partikel zu verbessern und andere Gewebe zu erreichen.