Forschende in Norwegen haben Ergebnisse einer einjährigen Trainingsstudie für Menschen mit nicht dauerhaftem Vorhofflimmern, einer Herzrhythmusstörung, vorgestellt. Die Ergebnisse wurden auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie in München präsentiert.
An der NEXAF-Studie nahmen 295 Erwachsene teil, die die allgemeinen Bewegungsempfehlungen nicht erfüllten. Die Hälfte absolvierte in den ersten vier bis sechs Wochen acht beaufsichtigte hochintensive Einheiten und trainierte danach zu Hause weiter, unterstützt durch eine Smartwatch, eine App und eine Webplattform.
Nach einem Jahr verbrachte die Trainingsgruppe 3,9 % der überwachten Zeit im Vorhofflimmern, in der Gruppe mit üblicher Versorgung waren es 7,1 %. Das entspricht einer relativen Verringerung der Vorhofflimmerlast um 45 %. Die Zahl der Krankenhausaufenthalte insgesamt war um 37 % niedriger, die der Krankenhausaufenthalte wegen Vorhofflimmerns um 46 %.
Beim krankheitsspezifischen Wert für die Lebensqualität bei Vorhofflimmern führte der Trainingsplan zu keinem signifikanten Unterschied. Die Forschenden erklärten, der hybride Ansatz sei mit überschaubarem Personalaufwand machbar und könne dazu beitragen, trainingsbasierte Rehabilitation mehr Patientinnen und Patienten zugänglich zu machen.


