Forschende der Universitäten York und Sheffield haben herausgefunden, dass Erwachsene, die seit früher Kindheit hochgradig gehörlos sind, einen größeren Teil ihres visuellen Gehirns den äußeren Rändern ihres Gesichtsfelds widmen.

Das Team verglich mithilfe funktioneller MRT-Aufnahmen 16 Erwachsene mit früher, hochgradiger Gehörlosigkeit mit 16 hörenden Erwachsenen ähnlichen Alters.

Die Aufnahmen zeigten eine größere neuronale Repräsentation des peripheren Sehens in Hirnbereichen, die visuelle Informationen verarbeiten und weiterleiten.

Nach Angaben der Forschenden könnte diese Verschiebung gehörlosen Menschen helfen, Bewegungen und unerwartete Ereignisse außerhalb ihrer direkten Blickrichtung wahrzunehmen. Die Studie wurde in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht.