Physikerinnen und Physiker der Carnegie Mellon University haben eine neue Form des Hall-Effekts nachgewiesen, mit dem Forschende die magnetischen und elektronischen Eigenschaften von Materialien messen.

Mehr als ein Jahrhundert lang galt: Der bekannte Effekt setzt ein Magnetfeld voraus, das senkrecht zum Material verläuft. Das Team zeigte, dass ein ultradünnes Bauteil auch reagieren kann, wenn das Feld innerhalb der Ebene des Bauteils verläuft.

Die Forschenden bauten das Bauteil aus wenigen Atomlagen Tantal-Iridium-Tellurid in Verbindung mit einem magnetischen Material. In Tests konnte ein einziger winziger Sensor Magnetfelder entlang mehrerer Achsen erfassen, wo bisher für zwei Richtungen zwei Sensoren nötig waren.

Die Arbeit wurde in Nature Materials veröffentlicht. Das Team untersucht nun weitere Materialien und die Frage, ob der Effekt bei Raumtemperatur funktionieren kann – ein wichtiger Schritt, bevor es praktische Anwendungen geben kann.