Ein Team der Cleveland Clinic, des japanischen RIKEN und von IBM ist als Finalist für den ACM Gordon Bell Prize 2026 nominiert worden. Das Team setzte Quantencomputer und klassische Computer gemeinsam ein, um ein Protein mit 12.635 Atomen zu modellieren – nach Angaben der Partner das größte biologisch bedeutsame Molekül, das bislang mit Quantencomputern simuliert wurde.

Die Arbeit begann mit einer Frage aus der Wirkstoffforschung: Wie können Forschende berechnen, wie sich Atome bewegen und welche Energien ein Molekül zusammenhalten? Quantencomputer können bei Teilen dieses Problems helfen, während leistungsstarke klassische Computer die Ergebnisse zusammenführen können.

Die Forschenden führten Quantenberechnungen auf IBM-Quantum-Heron-Prozessoren an der Cleveland Clinic und am RIKEN durch. Die Supercomputer Fugaku und Miyabi-G halfen dabei, die Teilergebnisse zu einem umfassenderen Bild der Proteinkomplexe zusammenzufügen.

Das Team testete außerdem einen automatisierten Arbeitsablauf auf dem ROQUO-System des RIKEN und verringerte so manuelle Übertragungen zwischen den Maschinen. Bessere Molekülberechnungen könnten Forschenden eines Tages helfen vorherzusagen, wie Medikamente mit Proteinzielen interagieren, wobei die Arbeit ein Forschungsfortschritt bleibt und keine fertige Behandlung ist.