Forschende der University of Manchester und des Institute for Protein Design der University of Washington nutzten das Modell RFD4-Proteina, um Enzyme für eine Reaktion zu entwerfen, die bei der Synthese von Lenacapavir, einem Medikament zur HIV-Prävention, eine Rolle spielt. Das teilte die University of Manchester am 22. Oktober mit.

Von 67 im Labor getesteten Entwürfen zeigten vier eine klare Aktivität. Der beste wandelte in diesem Experiment 79 Prozent des Ausgangsstoffs in das gewünschte Produkt um, so die Forschungszusammenfassung der Universität.

Die Universität beschreibt die Arbeit als Machbarkeitsnachweis und verweist auf eine Vorabveröffentlichung. Die Ergebnisse haben noch keine Begutachtung durch unabhängige Fachleute (Peer-Review) durchlaufen.

Das Experiment zeigt nicht, dass der Ansatz reif für die Medikamentenproduktion ist oder dass er Kosten oder Verfügbarkeit von Lenacapavir verändern wird. Weitere Forschung ist nötig, um zu prüfen, ob die Entwurfsmethode über diese Laborreaktion hinaus nützlich sein kann.